"Carlos Cairo sucht mit seiner Malerei einen direkten und instinktiven Bezug mit der Materie des Malens, also Farbe und Leinwand, über den abstrakten amerikanischen Expressionismus und französischen Tachismus hinaus; er führt das Informelle zu der Form die, mittels des Gedächtisses, Erinnerungen weckt, die versteckt schienen oder vom "ÜBER-ICH" gewollt vergessen worden waren. Während verschiedene Strömungen, wie die "pittura gestuale" experimentieren, scheint Cairo die Malerei zu sich selbst und zu ihrer inneren Logik zurückzuführen. Als Konsequenz wird jedes fremde Element, das nicht rigoros einer malerischen Dimension entspricht, abgelehnt, und gleichzeitig wird das "Spezifische" der Malkunst, bestehend aus Farbe und Zeichen, als Ausdruck unbegrenzter Freiheit genutzt. Der Wert dieser Malerei (und der Wert der "rigorosen" technischen Recherche von Carlos Cairo) ist in dem Licht zu finden. Das Licht ist das Band, das ideel die scheinbar entfernte Wirklichkeit und die Erfahrungen von Carlos Cairo verbindet und vereinigt und den dargestellten Objekten eine starke symbolische Kraft verleiht. So wird versucht, mittels einer persönlichen Vorgehensweise, neue Beziehungen zwischen dem Menschen, seiner Umwelt und seiner Philosophie zu schaffen, und den Betrachter an neue Dimensionen teilnehmen zu lassen, in dem er vom Kunstwerk dazu aufgerufen wird, seine eigene Existenz innerlich zu durchleuchten und so aktiv an dem Ereignis teilzunehmen."